Neutestamentlicher Kanon, christliche Apokryphen und antik-christliche „Erinnerungskulturen”

Is Christianity a ‘religion of (canonical) books or a ‘religion of memories'? What role did the books that would eventually become canonical play in various early Christian contexts? This article explores the history of the canon, especially in relation to early Christian ‘landscapes' and...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. VerfasserIn: Nicklas, Tobias 1967- (VerfasserIn)
Medienart: Elektronisch Aufsatz
Sprache:Deutsch
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Veröffentlicht: Cambridge Univ. Press [2016]
In: New Testament studies
Jahr: 2016, Band: 62, Heft: 4, Seiten: 588-609
normierte Schlagwort(-folgen):B Bibel. Neues Testament / Kanon / Apokryphen / Frühchristentum / Kollektives Gedächtnis / Stätte
RelBib Classification:AD Religionssoziologie; Religionspolitik
HC Neues Testament
KAB Kirchengeschichte 30-500; Frühchristentum
weitere Schlagwörter:B New Testament Canon
B Christian Apocrypha
B landscapes of memory
Online Zugang: Volltext (lizenzpflichtig)
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Beschreibung
Zusammenfassung:Is Christianity a ‘religion of (canonical) books or a ‘religion of memories'? What role did the books that would eventually become canonical play in various early Christian contexts? This article explores the history of the canon, especially in relation to early Christian ‘landscapes' and ‘places of memory'. The role of ‘canonical' and so-called ‘apocryphal' writings in the construction and development of these ‘places of memory' is discussed. It is argued that instead of labelling the latter works ‘apocryphal', it would be better to call them ‘useful for the church'.
Die Erforschung der Geschichte des neutestamentlichen Kanons konzentriert sich üblicherweise auf die Geschichte seiner Entstehung und Durchsetzung. Welche Rolle jedoch spielte der neutestamentliche Kanon bzw. spielten die Bücher, aus denen er sich zusammensetzt, in verschiedenen Lebenskontexten antiker Christen, von denen viele nicht oder kaum lesen konnten oder wenigstens kaum Zugang zu Büchern hatten? Der vorliegende Beitrag greift die Vorstellung „kollektiver Erinnerung“ (M. Halbwachs) auf. Am Beispiel von Berichten antiker Palästinapilger sowie anhand spätantiker Apostelerzählungen (Akten des Philippus, Akten des Barnabas sowie Titusakten) wird gezeigt wie Erzählungen, schriftlich niedergelegte, darunter auch kanonisch gewordene Texte, konkrete Orte, daran gebundene Rituale sowie weitere Medien komplex verknüpfte und sich dynamisch ändernde „Erinnerungslandschaften“ (P. Nora) bilden können, die für das Verständnis des antiken Christentums als einer Religion bzw. eines Kults nicht nur des Buches, sondern auch als einer Religion kollektiver Erinnerungen von hoher Bedeutung sein dürften.
ISSN:1469-8145
Enthält:Enthalten in: New Testament studies
Persistent identifiers:DOI: 10.1017/S0028688516000229